Dogme

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... ist ein kommunikativer Ansatz des Sprachenlehrens, der dazu auffordert, auf den Einsatz von Lehrbüchern zu verzichten und stattdessen auf kommunikativen Austausch zwischen Schülern und Lehrern zu setzen.

Der Dogme-Ansatz hat zehn Hauptprinzipien:[1]

  1. Interaktivität: der direkte Weg zum Lernen ist in der Interaktivität zwischen Lehrern und Schülern sowie zwischen den Schülern selbst zu finden.
  2. Einbindung: Schüler sind beim Lernprozess besonders engagiert, wenn es dabei um Inhalte geht, die sie selbst kreiert haben.
  3. Dialogische Prozesse: Lernen wird als sozialer und dialogischer Prozess verstanden, in dem Wissen gemeinschaftlich aufgebaut wird.
  4. Ko-Konstruktion (des Lernens): Lernen findet durch Konversation statt, in denen Lernender und Lehrer Wissen und Fähigkeiten gemeinsam hervorbringen.
  5. Entstehung: Sprache und Grammatik entstehen aus dem Lernprozess heraus. Darin liegt ein klarer Unterschied zu der Vorstellung, die Lerner würden sich eine bereits existierende Sprache "aneignen".
  6. Angebotscharakter: die Rolle des Lehrers besteht darin, den Angebotscharakter des Sprachenlernens dadurch zu optimieren, dass er die Aufmerksamkeit auf entstehende Sprache richtet.
  7. Stimme: Der Stimme des Lernenden, seinen Überzeugungen und seinem Wissen wird Anerkennung entgegengebracht.
  8. Empowerment: Die Verbannung von professionell publizierten Materialien und Lehrbüchern aus dem Klassenzimmer stellt eine Ermächtigung der Schüler und Lehrer zu eigenständigem Lehr- und Lernhandeln dar.
  9. Relevanz: verwendete Materialien (z. B. Texte, Tondokumente und Videos) sollen für die Lernenden relevant sein.
  10. Kritischer Gebrauch: Lehrer und Schüler sollen mit professionell publizierten Materialien und Lehrbüchern in einer kritischen Weise umgehen, die berücksichtigt, dass solche Materialien kulturelle und ideologische Einfärbungen und Voreingenommenheiten beinhalten (können).

Links

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Dogme