Handlungsorientierung

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  • aktueller Unterrichtsansatz in der Fremdsprachendidaktik
  • Ziel: Der Lerner erhält ausreichend Gelegenheit zum aktiven, in einen sozialen Kontext eingebetteten Sprachgebrauch auf der Grundlage von Interaktionen (zwischen dem Lerner und authentischen Materialien, Interaktion in Partner – und Gruppenarbeit, Interaktion mit der Lehrkraft.
  • Der Gesichtspunkt der formalen Korrektheit der Sprache im Sinne eines normengerechten Sprachgebrauchs tritt zugunsten eines der Situation angemessenen sprachlichen und nicht-sprachlichen Verhaltens zurück.(Fehlertoleranz)
  • Lernende sollen dazu befähigt werden, in authentischen Kommunikationssituationen sprachlich zu handeln.

Merkmale

  1. Lernende werden mit Situationen konfrontiert, die für ihre Lebenswelt von Bedeutung sind.
  2. Themen und Inhalte sind repräsentativ für das Zielland.
  3. Lernende sollen im Unterricht in möglichst authentischen sprachlich Situationen handeln. Diese Situationen sollen zur inhaltlichen und sprachlichen Auseinandersetzung anregen.
  4. Die Lernsituationen sollen möglichst offen gestaltet werden, damit Lernende eigene Lösungswege finden können.
  5. Im Mittelpunkt steht der kommunikative Erfolg. Formale Korrektheit richtet sich nach dem Erreichen dieses Ziels.
  6. Grammatik- und Wortschatzvermittlung sind kein Selbstzweck. Sie dienen dazu, dass die sprachlichen Mittel in der Kommunikation zur Lösung konkreter Probleme verwendet werden können.

Beispiele für handlungsorientierte Aufgaben

  • gezielt einem Text Informationen entnehmen (Fahrplan)
  • Internetrecherche
  • Einkaufen
  • Hilfe geben